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Aktueller Stand des NÖ Waldschutzprogramms

KÄFER - Zur Abwicklung des Programms wurden auf Bezirksebene in den BBKs Koordinierungsstellen eingerichtet. In der ersten Phase wurden die betroffenen Waldbesitzer beim Bezug von bekämpfungstechnischen Arbeitsmitteln unterstützt, um aktiv gegen den Borkenkäferbefall in der Verbreitungsphase vorgehen zu können. Nun werden weitere Schritte gesetzt.


Die Situation in den Wäldern ist auf Grund des Borkenkäferbefalls weiterhin kritisch. (c) LKNÖ / Franz Gleiß

 

Diese erste Phase ist vor allem in den Hauptschadensgebieten von den Waldbesitzern sehr gut angenommen worden und läuft nun aus. In der zweiten Phasewurde das Waldschutzprogramm um folgende Maßnahmen erweitert, um den Borkenkäferbefall entgegen zu wirken:

Unterstützung beim Behandeln von Rundholzlagern durch forstliche Dienstleister

Der Einsatz von forstlichen Dienstleistern für die Behandlung von Rundholzlagern mit Pflanzenschutzmitteln im Wald oder in Waldnähe wird mit 50 Prozent der anfallenden Nettokosten für die erbrachte Arbeitsleistung vom Waldschutzprogramm unterstützt. (Wichtig: Die Kosten des Pflanzenschutzmittels hat der Waldbesitzer zu tragen).

Öffnen der forstlichen Förderschiene LE 14-20 zur Unterstützung von Klein- und Kleinstwaldbesitzern

Die Untergrenze von 500 Euro Mindestgesamtkosten entfällt für die geförderten Forstschutzmaßnahmen, um Kleinst- und Kleinwaldbesitzern ebenfalls Hilfestellung anbieten zu können. Folgende Forstschutzmaßnahmen werden durch die LE 14-20 unterstützt:

• Hacken von Kronenmaterial und Resthölzern in den Wald

• Mulchen von Resthölzern auf Schadflächen

• Mobile Entrindung (am Harvester und Entrindungseinheit auf LKW).

Lagerung von Schadholz auf beihilfefähigen Flächen ist möglich

Auf Grund der akuten Schadenslage durch Borkenkäferbefall und der begrenzten Lager- und Transportkapazitäten hat das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus die Lagerung von Schadholz auf beihilfefähigen Flächen ermöglicht. Der Antragsteller hat die notwendige Grundinanspruchnahme für die Lagerung von Schadholz spätestens 15 Arbeitstage ab Lagerbeginn der AMA unter Angabe der Feldstücks- und Schlagnummern zu melden. 

Die Lagerung erfolgt längstens bis 31. Dezember 2018 und nur auf Flächen in den betroffenen Gebieten

Da die Situation nach wie vor kritisch ist, werden derzeit weitere Möglichkeiten zur Unterstützung der betroffenen Waldbesitzer ausgelotet.

Bei der forstlichen Förderschiene LE 14-20 wird es bei den Forstschutzmaßnahmen zu Vereinfachungen kommen. Diese sollen in erster Linie zu Erleichterungen beim Hacken von Kronenmaterial und Resthölzern sowie beim Transport von Schadholz auf Zwischenlager führen. Beim Transport von Schadholz auf Zwischenlager ist in Zukunft eine Förderung nach Standardkosten von bis zu 8,50 Euro möglich. Sobald die Änderungen und Vereinfachungen im Detail geklärt sind, werden diese rechtzeitig bekannt gegeben.

Fördermittel zur Wiederbewaldung nutzen

Zur Aufforstung nach Schadereignissen stehen aus der forstlichen Förderschiene im Rahmen der „Ländlichen Entwicklung 2014-2020“ (LE 14-20) ausreichend Mittel bereit, um die entstandenen Kalamitätsflächen wieder zu begründen. Es wird um eine rechtzeitige Kontaktaufnahme vor Antragstellung beim Forstberater der Bezirkshauptmannschaften oder der Bezirksbauernkammern ersucht.


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