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Das Land NÖ hilft mit Waldschutzprogramm

Die Uhr tickt: Die Situation in Niederösterreichs Wäldern bleibt auf Grund des Borkenkäferbefalls weiterhin angespannt. Um gegen die derzeitige Borkenkäfer-Problematik vorzugehen, stellten LH Johanna Mikl-Leitner und LH-Stv. Stephan Pernkopf am vergangenen Dienstag, gemeinsam mit dem Präsidenten der LK-NÖ, Hermann Schultes, das neue Waldschutzprogramm des Landes NÖ vor.


Die extremen Witterungsbedingungen bereiten den NÖ Waldbesitzern große Sorgen: LH-Stv. Stephan Pernkopf, NÖ Waldverbandsobmann Franz Fischer, LH Johanna Mikl-Leitner und LKNÖ-Präsident NÖ Bauernbundobmann Hermann Schultes schmiedeten Allianz. (C) NLK/PFEIFFER

„Wir nehmen die Sorgen der Land- und Forstwirte sehr ernst, denn das sind Sorgen, die uns alle angehen“, so Mikl-Leitner und betonte, dass es in einer herausfordernden Zeit eine enge Allianz brauche. Derzeit sei das Waldviertel am stärksten von der Borkenkäfer-Problematik betroffen und man habe Sorge, dass sich der Borkenkäfer auch in Richtung Alpenvorland ausbreitet.

Schon vor einigen Wochen sei durch LH-Stv. Stephan Pernkopf und Präsident Hermann Schultes ein Maßnahmenpaket präsentiert worden, erläuterte die Landeshauptfrau. Dieses umfasse etwa die Einsetzung von Koordinierungsstellen, die Bereitstellung von Arbeitsmitteln, um die Verbreitung des Borkenkäfers zu verhindern, die Erhöhung der Kapazität bei Holztransporten und eine Unterstützung bei der Aufforstung von Mischwäldern.

Waldschutzprogramm mit Volumen bis zu 1 Million Euro

Aufgrund der aktuellen Situation habe man sich nun zu einem Waldschutzprogramm, mit einem Volumen von bis zu einer Million Euro entschlossen, so Mikl-Leitner. Dabei gehe es um eine zusätzliche Unterstützung, etwa bei Ankauf von Schutznetzen sowie Behandlungstechniken und um die Finanzierung von mobilen Einsatztrupps. „Die geschädigten Bäume müssen so schnell wie möglich aus dem Wald entfernt werden“, skizzierte die Landeshauptfrau das Problem. EVN und Straßenmeistereien seien darüber hinaus aufgefordert worden, Flächen zu melden, wo geschädigte Bäume gelagert werden könnten.

Gespräche mit Ministerien und Bundesheer geführt

„Es gibt eine enge Allianz, die helfen will“, zeigte sich Mikl-Leitner überzeugt. Auch das Netz der Koordinierungsstellen werde noch enger geknüpft, kündigte sie weiters an. Mit dem Finanzministerium und dem Nachhaltigkeitsministerium habe man Gespräche betreffend der Öffnung des Katastrophenfonds aufgenommen, ebenso gebe es Gespräche mit dem Bundesheer, das im „worst case“ bereit sei, zu helfen. Schon im Vorjahr habe es durch den Borkenkäfer einen Schaden von 1,5 Millionen Festmeter Schadholz gegeben. Heuer befürchte man einen Schaden von 1,8 bis 2,2 Millionen Festmeter, so Pernkopf.

Mobile Einsatztrupps bringen Schadholz aus Wald

Oberste Priorität sei es, „dass das Schadholz möglichst schnell aus dem Wald kommt“, sagte er. Darum hätten die mobilen Einsatztrupps, bestehend aus Personen vom Maschinenring, dem Waldverbänden oder auch Private, eine besondere Bedeutung. Die Bezirksforstinspektionen seien im Dauereinsatz, so der LH-Stv. Stephan Pernkopf und betonte: „Es gibt einen engen Schulterschluss zwischen allen Beteiligten“. Von seiten des Landes werde auch die Wiederaufforstung mit standortgerechten Mischwäldern gefördert. Auch Präsident Schultes meinte, dass ein rasches, gemeinsames und effizientes Handeln erforderlich sei. Mit den mobilen Einsatztrupps wolle man Hilfe anbieten und so die Verbreitung des Borkenkäfers bremsen. 

 

Weiter Informationen der Landwirtschaftskammer gibt es Opens external link in new windowhier
Hier gehts zum 
Opens external link in new windowORF NÖ-Beitrag "Dramatische Situation durch Borkenkäfer".

 


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