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Gedenken an Direktor Präsident Josef Robl

GESCHICHTE - Der ehemalige Bauernbunddirektor und Präsident des NÖ Landtags, ÖkR Josef Robl, aus Kleinrötz im Bezirk Korneuburg hätte kürzlich seinen 100. Geburtstag gefeiert. Im Rahmen einer feierlichen Kranzniederlegung wurde seiner jahrzehntelangen, wertvollen und aufopfernden Arbeit beim NÖ Bauernbund gedacht.


Zahlreiche Bauernbundfunktionäre, Familienmitglieder, ehemalige Mitarbeiter und Wegbegleiter kamen am 6. Mai anlässlich des 100. Geburtstags des Bauernbundpolitikers zur Gedenkfeier am Grab Josef Robls auf dem Friedhof Harmannsdorf-Rückersdorf zusammen. (C) BB/Heigl

Josef Robl, Bauernsohn aus Kleinrötz im Bezirk Korneuburg, wurde am 6. Mai 1918 geboren und musste 1938 zur deutschen Wehrmacht einrücken. Er wurde schwer verletzt und konnte erst 1948 sein Studium der Landwirtschaft an der Hochschule für Bodenkultur abschließen. Im selben Jahr trat er als Sekretär in die Dienste des NÖ Bauernbunds.

Robl war ein exzellenter Organisator und Politiker

Zu dieser Notzeit stand die Ernährung der Bevölkerung absolut im Vordergrund, außerdem mussten fast 12.000 zerstörte Bauernhöfe in Niederösterreich, unter den Augen der Sowjets, wieder aufgebaut werden. Josef Robl bewies bereits damals Organisationstalent, schrieb Fachartikel für den „Bauernbündler“ und hielt mit großer Begeisterung Reden. Er arbeitete am Aufbau von Orts- und Bezirksgruppen mit. Der „lebendige Kontakt“ mit der Basis war ihm ein besonderes Anliegen und auch das Geheimnis für seine erfolgreiche Arbeit. Im Jahr 1957 wurde Robl Organisationsreferent des NÖ Bauernbunds und zwei Jahre später erfolgte seine Wahl in den NÖ Landtag. Josef Robl begann das neue Landwirtschaftsgesetz in NÖ zu implementieren und war maßgeblich an der Einführung der bäuerlichen Sozialversicherung beteiligt.

Von 1966 bis Ende 1983 stand Josef Robl dem NÖ Bauernbund als Direktor vor. Er betreute auch die Akademikergruppe, die Figl-Stiftung und den Unterstützungsverein für Studierende aus der Land- und Forstwirtschaft. Robl öffnete auch den Bäuerinnen den Weg zu politischen Funktionen. Unter der SPÖ-dominierenden Bundesregierung rief Josef Robl in den 1970er Jahren immer wieder das von ihm gegründete „Aktions- und Streikkomitee“ zusammen und organisierte Demonstrationen gegen Benachteiligungen des Bauernstands. Zu nennen sind Protestaktionen in St. Pölten mit 25.000 Bauern im Jahr 1970 oder in Wien mit 7000 Traktoren und tausenden Bauern. Im Jahr 1981 legte Josef Robl nach rund elf Jahren die Funktion als Landtagspräsident zurück. Mit Ende 1983 folgte ihm als Direktor des NÖ Bauernbunds Hans Penz nach.

Bauernbunddirektorin LAbg. Klaudia Tanner hob die charakterlichen Stärken des am 8. April 2005 im 87. Lebensjahr verstorbenen Bauernbundpolitikers hervor. Er habe die Interessen der Bäuerinnen und Bauern mit größtem Engagement und politischer Weitsicht vertreten. In seiner Arbeit wären die Jugendförderung und sein Einsatz in sozialen Belangen – das Mutterschaftsgeld der Bäuerinnen – Schwerpunkte gewesen, betonte Tanner. Gemeinsam mit Familienangehörigen Robls, gedachten neben Direktorin Tanner auch Wegbegleiter, wie Hans Penz, Franz Blochberger und Rudolf Schwarzböck, der Verdienste des Verstorbenen. Eingeladen zu der Kranzniederlegung hatte der Bauernbund Hauptbezirk Korneuburg, unter Obmann LKR Julius Schauerhuber sowie den Bezirksbauernrats-Obmännern Manfred Weinhappel und Hermann Haller.


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