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Landwirtschaft im Blickpunkt

MEDIEN – Aktuelle Debatten zum Preis der Butter oder ein Verbot von Schweinefleisch in einem Kindergarten beschäftigen derzeit die heimische Zeitungs- und Zeitschriftenlandschaft. Auch die Vertreter der Bäuerinnen und Bauern bringen sich immer wieder mit stichhaltigen Argumenten in die Diskussionen ein.


Derzeit geistern unzählige Schreckensszenarien rund um den aktuellen Butterpreis durch einige österreichische Tageszeitungen. Aussagen wie, dass Butter zum unerschwinglichen Luxusartikel geworden ist, sind sicherlich weit überzogen. Unlängst stand der Geschäftsführer der Milchgenossenschaft NÖ, Leopold Gruber-Doberer, dem Puls 4-Frühstücksfernsehen dazu Rede und Antwort.

Auch der Präsident des Österreichischen Bauernbundes NAbg. Georg Strasser hält fest: „Der Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr von Butter liegt in Österreich bei rund fünf Kilo. Geht man von einer Preissteigerung von 50 Cent pro Viertelkilo aus, ergibt das Mehrkosten von 80 Cent pro Kopf pro Monat.“

Trend: Butter statt umweltbedenklichem Palmöl

Die Gründe für den Anstieg der Butterpreise sind vielfältig. „Der Hauptgrund, für den höheren Preis ist, dass der Fettpreis steigt. Überdies kaufen die Konsumenten wieder mehr Butter. Die Bilder von gerodeten Regenwäldern für das Pflanzen von Ölpalm-Plantagen haben zu einem Umdenken geführt“, erklärt Strasser. Auch die Industrie setzt in der Herstellung von Backwaren wieder auf Butter anstatt auf Palmöl. Deswegen gibt es derzeit eine höhere Nachfrage am Markt.

Die vergangenen zwei Jahre waren für die heimischen Milchbauern extrem schwer: „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir aus einer schweren Milchkrise kommen. Im letzten Jahr lag der Milchpreis bei existenzbedrohenden 26 Cent netto. Rund 1.000 Milchbauern mussten im vergangenen Jahr aufgrund der niedrigen Preise die Produktion einstellen“, gibt Strasser zu bedenken.

„Unsere Landwirte liefern hochqualitative Produkte, die österreichische Milchwirtschaft ist europaweit einzigartig. Wir produzieren gentechnikfrei und in höchster Qualität, das muss den Konsumentinnen und Konsumenten auch ein paar Cent mehr wert sein“, sagt Strasser. 

Aufregung um Kindergarten-Menüplan

Wie einige Medien kürzlich berichteten, wird in einem Kindergarten in Amstetten wird derzeit kein Schweinefleisch mehr im Mittagsmenü angeboten. Von Bauernbund-Seite wurde dieser Vorstoß massiv kritisiert. „Unverständlich ist, warum nicht ein unserem Kulturkreis angepasster Menüplan angeboten werden kann“, spricht sich NÖ Bauernbund-Direktorin Klaudia Tanner im Gespräch mit „Heute“ (7.9.2017) für eine Auswahlmöglichkeit an regionalen und frischen Lebensmitteln aus.

Darüber hinaus tritt man gemeinsam mit LK-Präsident Obmann Hermann Schultes mit der Initiative „Gut zu wissen wo’s herkommt“ dafür ein, die Herkunft der Lebensmittel, in erster Linie für Fleisch und Eier, im Außer-Haus-Verzehr transparent zu machen.  

Opens external link in new windowZum Heute-Artikel, 7. September 2017

Opens external link in new windowZum TV-Beitrag Butter, Café Puls, 10. August 2017


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