Niederösterreichischer Bauernbund
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VON 1906 BIS HEUTE

Die Geschichte des NÖ BAUERNBUNDES, gegründet 1906, ist reich an Höhepunkten, und eine große Anzahl von Persönlichkeiten, die das politische Leben Niederösterreichs, ja Österreichs mitgeprägt haben, kommt aus diesem Bund. So waren die heute noch bekannten Bundeskanzler Engelbert Dollfuss und Leopold Figl Bauernbündler aus Niederösterreich. Alle Landeshauptleute Niederösterreichs, mit einer einzigen Ausnahme, wurden vom
NÖ BAUERNBUND gestellt, darunter seit 1945 Josef Reither, Johann Steinböck, Leopold Figl, Eduard Hartmann, Andreas Maurer, Erwin Pröll.

Zumindest zweimal im vergangenen Jahrhundert rettete der NÖ BAUERNBUND direkt durch entschlossenes Auftreten die Freiheit Österreichs. Zum ersten Mal in den unruhigen Nachkriegsjahren nach dem verlorenen Weltkrieg 1918, als linksradikale Arbeiter- und Soldatenräte eine kommunistische Räterepublik installieren wollten. Am 29. Juni 1919 rief der
NÖ BAUERNBUND zu einer großen Kundgebung in Wien auf, unter dem Motto: „Bis hierher und nicht weiter!“ Rund 10.000 Bauern kamen und zeigten ihre Entschlossenheit. Julius Raab sagte später, dass es ohne den
NÖ BAUERNBUND kein freies Österreich gegeben hätte. Eine ähnliche Situation ergab sich im Herbst 1950, als ein kommunistischer Putsch die Regierung Figl stürzen wollte. Am Ende wäre ein „sozialistischer Arbeiterstaat“ nach dem Muster Ungarns, Ostdeutschlands, Tschechiens usw. gestanden. Arbeiter und Bauern gemeinsam erstickten den Putschversuch, fünf Jahre später wurde Österreich, vor allem dank der unermüdlichen Arbeit des Bauernbündlers Leopold Figl, politisch frei.

Politiker des NÖ BAUERNBUNDES sorgten für den rasanten Aufbau der Raiffeisen-Genossenschaften und gründeten die Landwirtschaftskammern. Der Bauernbundobmann Alois Scheibenreif war der Vater der modernen bäuerlichen Sozialversicherung und der Bauernpension. Bauernpolitiker bemühten sich darum, eine moderne Agrarpolitik durchzusetzen und sie den jeweiligen Erfordernissen anzupassen: Von der Ankurbelung der Agrarproduktion in den Hungerzeiten nach den Weltkriegen und der Einführung alternativer Pflanzen wie Raps, Sonnenblumen und dergleichen zur Reduzierung des Getreideanbaus bis hin zur ökologisch geprägten Agrarpolitik unserer Tage.

Eine Sternstunde der Geschichte: 1848 beschloss der Reichstag die Aufhebung des bäuerlichen Untertänigkeitsverhältnisses.

1906 wurde der NÖ BAUERNBUND gegründet. Schon 1907 wurde der erste Bauernbundkalender an unsere Mitglieder überreicht – eine Tradition, die wir bis heute pflegen.

Er hat das erste Österreichische Landwirtschaftsgesetz verwirklicht und war der Vater des „Grünen Plans“: Der legendäre Eduard Hartmann.

Ein großer Bauernbündler, ein großer Niederösterreicher: Der spätere Bundeskanzler Leopold Figl nach der Befreiung aus dem Gefängnis 1945.

Josefitag 1971: Der NÖ BAUERNBUND demonstriert mit 7000 Traktoren gegen die sozialistische Agrarpolitik der Regierung Kreisky.

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